Кавказскій Берлинъ

Nachschlagewerk zur kaukasischen Emigration im Berlin der Zwischenkriegszeit

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kurzbiographien:dzaparidze_dmitrij

Džaparidze, Dmitrij

Dmitrij Džaparidze (in dt. Schreibweise: Demetrius Djaparidze, 1908-?) – georgischer Diplom-Ingenieur.

Leben

Am 14. Dezember 1908 in Chobi (heute Georgien) geboren. Bis 1927 in Georgien, Abitur. Nach missglückter Immatrikulation in Tiflis Übersiedlung nach Deutschland. Ingenieursstudium an den Technischen Hochschulen von Graz, Wien (bis 1931) und Berlin (bis 1936, Abschluss mit Diplom).1) Danach erwerbslos, Bezieher von Wohlfahrtsunterstützung.2) Griff am 19. Oktober 1937 zusammen mit seinem Freund Gomarteli den Georgier Kakabadze auf offener Straße an, am 18. Februar 1938 wegen gemeinschaftlicher vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von drei Monaten und zwei Wochen verurteilt, die aufgrund der vorherigen Untersuchungshaft im Gefängnis Moabit als bereits verbüßt galt.3) Mitglied der rechten georgischen Emigrantenorganisation Tetri Giorgi4). Befreundet mit den Georgiern Alania, Gomarteli und Dr. Vekua.5) Weiteres Schicksal unbekannt.

Adressen

W30 Habsburgerstr. 12, b. Andersen (1937)

Referenzen


1) LArch A Rep. 358-02 Nr. 20542, Vorführungsnote Djaparidze v. 21. Oktober 1937.
2) LArch A Rep. 358-02 Nr. 20542, Vorführungsnote Gomartheli v. 21. Oktober 1937.
3) LArch A Rep. 358-02 Nr. 20542, Strafsache v. 28. Februar 1938 u. Urteil v. 18. Februar 1938.
4) LArch A Rep. 358-02 Nr. 20542, Schreiben des Rechtsanwalts Kuntze v. 12. November 1937.
5) LArch A Rep. 358-02 Nr. 20542, Vorführungsnote Djaparidze v. 22. Oktober 1937.

Schlagworte

Empfohlene Zitierweise

Džaparidze, Dmitrij, in: Kavkazskij Berlin. Nachschlagewerk zur kaukasischen Emigration im Berlin der Zwischenkriegszeit (https://kavkazskij-berlin.de/doku.php?id=kurzbiographien:dzaparidze_dmitrij), abgerufen am 2024/06/23 09:15.


kurzbiographien/dzaparidze_dmitrij.txt · Zuletzt geändert: 2022/10/28 12:22 von js